Über mich

Ich bin Jürgen.

Ich arbeite als Künstler, Author, Herausgeber und Interpret.

Resonanzen ist kein klassisches Kunstprojekt. Es ist ein fortlaufendes Format, in dem ich unterschiedliche Disziplinen zusammenführe: intellektuelle Reflexion, handwerkliche Präzision, mediale Präsenz und das bewusste Erschaffen eines realen, physischen Kunstprodukts. Im Zentrum steht hierbei nicht der persönliche Stil oder der reine Selbstausdruck, sondern die Perspektive auf ein Thema.

Warum Resonanzen?

Der Ausgangspunkt des Projekts liegt in einer langjährigen Erkenntnis: Die Welt und der Mensch funktionieren als System. Nur durch eine vernetzte Sichtweise lassen sich tiefere Strukturen sichtbar machen. Mich interessiert weniger das isolierte, einzelne Phänomen, sondern das komplexe Zusammenspiel von Strukturen, historischen Linien und den individuellen Reaktionen des Menschen.

Mit dieser systemischen Denkweise bin ich erstmalig als Student durch die Schriften des Club of Rome in Berührung gekommen. Die Idee, diese analytischen Perspektiven auf die Welt mit den analogen Medien des Siebdrucks und der Acrylmalerei zu verbinden, begleitet mich seit vielen Jahren. Sie packte mich bereits im Alter von 25 Jahren.

In Resonanzen hat diese Vision nun eine Form gefunden, die bewusst offenbleibt und permanent weitergedacht werden kann. Dass das Projekt kein finales Ende kennt, ist kein Mangel, sondern eine bewusste konzeptionelle Entscheidung.

Geschichte als Vergleichsraum

Geschichte ist für mich kein verstaubtes Archiv, sondern ein lebendiger Vergleichsraum. Mich faszinieren die strukturellen Parallelen zwischen früheren gesellschaftlichen Umbrüchen und gegenwärtigen Entwicklungen.

"Geschichte wiederholt sich nicht, sondern sie resoniert."

Dieser Satz ist meine persönliche Metapher.

Dabei habe ich das Bild einer Stimmgabel vor Augen: Die Frequenz ist dieselbe, aber im Resonanzraum der Gegenwart entsteht eine völlig neue Klangfarbe.

Mein Blick richtet sich weniger auf die radikalen Brüche, sondern auf die fließenden Übergänge: auf jene langsamen Verschiebungen, in denen sich gesellschaftliche Veränderungen vorbereiten, lange bevor sie an der Oberfläche sichtbar werden und das Leben der Menschen beeinflussen.

Ich bin überzeugt, dass wir zu wenig aus der Geschichte lernen. 

Bild, Text, Denken

In Resonanzen arbeiten Bild und Text als gleichberechtigte Partner, ohne einander zu erklären.

  • Das Bild wirkt unmittelbar visuell und spricht eine intuitive Ebene der Wahrnehmung an.
  • Der Text ermöglicht Differenzierung, Einordnung und gedankliche Tiefe.

Beide Medien sind elementarer Teil meiner künstlerischen Arbeit. Texte sind kein Begleitmaterial, sondern ein gleichwertiger Denkraum.

Öffentlichkeit

Resonanzen richtet sich nicht an eine klassische Zielgruppe, sondern an eine bestimmte Haltung. Das Projekt sucht den Dialog mit Menschen, die bereit sind, mitzudenken, sich auf ungewohnte Perspektiven einzulassen und die Ambivalenzen unserer Gegenwart auszuhalten.

Zur Person

Nach einer langen, internationalen beruflichen Karriere in einem globalen Konzern habe ich mich neu erfunden.
Heute arbeite ich ausschließlich an Projekten, die mir wichtig sind und die ich inhaltlich verantworten kann.