Projekt Resonanzen
Resonanzen ist ein fortlaufendes, künstlerisch-analytisches Projekt, geboren aus der Beobachtung eines sich radikal beschleunigenden gesellschaftlichen Wandels.
Im Zentrum steht die Leitfrage:
Gesellschaften verändern sich.
Wo bleibt der Mensch?
Geschichte wiederholt sich nicht. Sie resoniert.
Déjà-vu-Erlebnisse triggern das kollektive Gedächtnis der Menschheit.
Das Projekt untersucht, wie historische, gesellschaftliche und technologische Umbrüche den Menschen prägen: emotional, sprachlich, körperlich und psychisch.
Zyklen und Ausgaben
Jeder Zyklus widmet sich einem zentralen Spannungsfeld der Gegenwart (z. B. Menschliche Angst & KI).
Ein Zyklus besteht aus 4 bis 6 thematischen Ausgaben. Beispiel: Zyklus „Menschliche Angst & KI“ – Ausgabe A: „Der Verlust der Stimme“.
Meine Haltung:
- Verschiedene Perspektiven: Das Projekt spiegelt unterschiedliche Denkmodelle aus Philosophie, Technik- und Kunstgeschichte sowie Psychologie. Es werden mögliche Perspektiven aufgezeigt.
- Ohne Wertung: Es werden keine endgültigen Urteile gefällt oder Antworten diktiert, sondern Resonanzen sichtbar gemacht und Denkräume geöffnet.
- Interpretierend: Der Fokus liegt auf der subjektiven und analytischen Brechung von Zeitgeschehen.
Bild- und Text-Resonanzen
Innerhalb einer Ausgabe stehen sich zwei gleichwertige Medien gegenüber, die im Dialog miteinander eine neue Resonanzfläche bilden: Bild und Text.
Bild-Arbeiten
Sichtbar ist ein großformatiger Siebdruck, der individuell mit Acrylfarben bearbeitet wurde (Maximal 3 Exemplare).
Die Bild-Arbeiten entstehen durch eine mehrstufige Vorgehensweise:
- Ausgehend vom thematischen Fokus einer Ausgabe wird eine digitale Rohidee entwickelt.
Diese wird digital verändert und interpretiert. Ergebnis ist die digitale Interpretation einer Ausgabe.
- Die digitale Interpretation wird in einen Siebdruck überführt. Dadurch wird Öffentlichkeit, Reproduktion und Serialität hergestellt.
- Der Siebdruck wird anschließend manuell mit Acryl bearbeitet. Es entsteht sichtbare Subjektivität.
Der künstlerische Akt ist eine Positionierung einer Sichtweise.
Text-Resonanzen
Parallel zu den visuellen Arbeiten existiert eine eigenständige literarische Ebene aus Essays, Artikeln und reflektierenden Texten.
- Sie beziehen sich thematisch auf den jeweiligen Zyklus.
- Sie sind kein Begleitmaterial, sie erklären oder illustrieren die Bilder nicht.
- Sie fungieren als eigenständige Denkräume.
Bild und Text stehen emanzipiert nebeneinander und erzeugen im Zwischenraum eine eigene Resonanz
Rolle und Haltung
Meine Rolle ist bewusst vielschichtig: Ich agiere als Künstler, Autor, Herausgeber und Interpret. Ich bin jemand, der Resonanzen sichtbar macht zwischen Vergangenheit, Gegenwart und individueller Erfahrung.
Es geht nicht um Antworten.
Es geht um Perspektiven:
Gesellschaften verändern sich.
Wo bleibt der Mensch?
Geschichte wiederholt sich nicht. Sie resoniert.
